7 Jahre GAILTALNETZ – KULTURDATENBANK

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Kärntner Knoblauchbrot

Wie die „Gailtalnetz-Redaktrice“ erst vor wenigen Tagen von einem Feriengast erfuhr, gibt es in Tschechien auch ein ähnliches Knoblauchbrot, das Topinky (https://de.wikipedia.org/wiki/Topinky).

Unsere Vorväter und unsere Großmütter 🙂 schwörten (wir sagten noch: schworen) darauf, dass dieses einfache Speise ein wahres Lebenselixier ist. Wenn man sich geschwächt fühlte, rekonvaleszent war oder eine Erkältung aufkeimte, musste ein solches Knoblauchbrot her. Egal, es schmeckt einfach gut (wenn man Knoblauch liebt) und man fühlt sich danach wirklich gestärkt.

Ob als einfache Stärkung, ob als Beilage, es hat seine Liebhaber, das gute alte Knoblauchbrot. Nur schade, dass man vor Überangebot an Leckerbissen manchmal einfach darauf vergisst…

Jedenfalls, das Um und Auf für ein echtes Gailtaler Knoblauchbrot oder wenn man so will, Lesachtaler Knoblauchbrot, ist das typische intensiv gewürzte Roggen-Landbrot, das man bei allen traditionellen Gailtaler/Lesachtaler Bäckereien bekommt.

Für die Zubereitung gibt es keine starren Regeln. Je nach Möglichkeit, probieren. Die Zutaten sind: das erwähnte Brot, in Scheiben geschnitten, möglichst Bio-Knoblauch, Butter oder Schweineschmalz. Eventuell noch ein bisschen Salz.

Wir haben als Kinder die Brotscheiben einfach auf die Herdplatte des Holzherdes gelegt, danach Fett aufgestrichen und Knoblauch aufgerieben.

Als Hausmannskost kann man aber auch geschälte Knoblauchzehen nehmen und auf dem angerösteten Brot verreiben und nach Belieben mit und ohne Fett verzehren.

Man kann aber auch die Brote beidseitig mit dem Fett bestreichen und in einer Pfanne anbraten und danach Knoblauchpaste oder -scheibchen auftragen.

Sicher gäbe noch andere Möglichkeiten des Zubereitens und Würzens.

Dazu empfiehlt sich ein Kräutertee oder schwarzer Tee – oder was sonst dazu mundet.

Man ist nach einer solchen „Knoblauchbrot-Orgie“ eine Weile vor allen sicher, die KEINEN Knoblauch mögen… 😉 Aber was tut man nicht alles fürs Wohlergehen… 😉

 

Noch ein Tipp aus alten Zeiten für die, die Knoblauch einfach nicht mögen:

Früher röstete man Brotscheiben am Herd an und bot sie bettlägerigen Kranken zum Einatmen des Brotgeruches. Das sollte die Kranken stärken und ihren Appetit ankurbeln. Dazu fehlt mir entsprechende Erfahrung, aber ich kann mir eine wohltuende Wirkung durchaus vorstellen.

In anderen Ländern wie zB in Tibet und auf den Kanarischen Inseln wird heute noch geröstetes Vollmehl als stärkendes Grundnahrungsmittel (siehe Tsampa bzw. Gofio) betrachtet.

Bei uns wird das „Linden“ des Mehls zum Andunkeln und Verstärken des Aromas  (nussiges Aroma) beim Kochen und Braten eingesetzt…

 

 

 

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