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Gerhard Glawischnig

Erinnerung an Prof. Gerhard Glawischnig  – Bergdorf Kreuth ob Jenig setzt seinem großen Sohn ein Denkmal

„Is schon still uman See“, „Mei Hamat is a Schatzale“, „Was sagt denn da Wind“ – Wir alle kennen diese Lieder, die in keinem Chorrepertoire fehlen dürfen. Die Texte dazu stammen aus der Feder von

Prof. Gerhard Glawischnig, Doyen der Kärntner Mundartdichtung, Mitbegründer des „neuen Kärntnerliedes“, ehemaliger Superintendent der Evangelischen Kirche und Kulturpreisträger des Landes Kärnten: Nicht überall bekannt ist die Tatsache, dass dieser große Kärntner ein gebürtiger Gailtaler war. Er wurde am 7. Dezember 1906 als Sohn des damaligen Schulleiters in Kreuth ob Jenig auf der Sonnseite der Gailtaler Alpen auf 1000 m Seehöhe geboren und verbrachte seine Kindheit hier.

Bereits anlässlich seines 100. Geburtstages wurde in Kreuth eine Gedenkfeier veranstaltet. Dabei wurde die Idee geboren, an der großen Linde vor der „Alten Schule“, dem Glawischnig-Geburtshaus, dem Dichter ein bleibendes Denkmal zu setzen. Mit finanzieller Unterstützung des Landes Kärnten, der Stadtgemeinde Hermagor-Pressegger See sowie von Vereinen, Betrieben und privaten Sponsoren wurde das Vorhaben nun verwirklicht.

Denkmal Glawischnig
Denkmal Glawischnig

Am 24. Mai erfolgte die feierliche Enthüllung einer Glawischnig-Büste und einer Gedenktafel, die von Wilfried Kaltenegger, einem aus dem Liesertal stammenden Künstler, gestaltet wurde. Es handelt sich dabei um das erste Denkmal dieser Art in unserer Gemeinde, das einer berühmten hier geborenen Persönlichkeit gewidmet ist.

Als Festredner für die Enthüllungsfeier konnte Prof. Dr. Walter Kraxner, der selbst Glawischnig-Texte vertont hat, gewonnen werden. Weitere würdigende Worte sprachen Superintendent Mag. Manfred Sauer, Vzbgm. LAbg. Ing. Helmut Haas und StR Erich Rossian. Der Initiator des Projektes und Besitzer des Geburtshauses, DI Lothar Prah, berichtete über persönliche Kontakte mit Glawischnig. Dir. Ingrid Eineter als Vertreterin der Dorfgemeinschaft sprach Dankesworte an Mitwirkende und Förderer. Auch Pfarrer Hans Rapp, GR Gerda Schabus, STR DI Leopold Astner, Bundesobmann-Stellvertreter Hans-Peter Strobl und Gauobmann Peter Krall vom Kärntner Sängerbund, Hermann Lackner als Obmann der Kärntner Landsmannschaft– Ortsgruppe Rattendorf sowie Herbert Preßlauer, Ilse Jank und Hans Wulz als Vertreter der Kärntner Mundartdichter ehrten die Veranstaltung durch ihre Anwesenheit.

Bild von der Gedenkfeier

Auf dem Bild zu sehen (von links): Ehepaar Prah, Prof. Kraxner, Fr. Eineter, Sup. Sauer.

Musikalisch wunderschön umrahmt mit Glawischnig-Liedern wurde der Festakt vom Vokalkreis Karnia unter der Leitung von Mag. Hans Hohenwarter. Eine Augenweide bildeten darüber hinaus die Trachtenfrauen der Kärntner Landsmannschaft und die Goldhaubenfrauen aus Hermagor mit ihren Trachten.

Die Dorfgemeinschaft Kreuth/Kleinbergl freute sich über die gelungene Feier und die vielen Festgäste. Mit einem gemütlichen Beisammensein am Kreuther Veranstaltungsgelände ließ man den Tag gesellig ausklingen.

Trachtenfrauen bei der Gedenkfeier
Obergailtaler Trachtenfrauen, im Hintergrund Goldhaubenfrauen


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