GAILTALNETZ – KULTURDATENBANK

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Gedichtlan…

BILA ATTAGENA

Stephanie Zobernig

Auf dem Weg zur Gurina,
einer Stadt der Kelten,
just auf der Misoria,
ritzten in den Felsen
einst Etrusker Zeichen ein.

Als ein Auge sie entdeckt‘
nach dreitausend Jahren,
und gedeutet ward die Schrift,
hatte man erfahren
die Geschichte einer Frau.

In die Gegenwart gestellt,
wie es einst gewesen,
kann man im Museum noch
heut‘ die Zeichen lesen
BILA ATTAGENA….

Auf die Martinzen

Gia Simetzberger, 28122007

Kumm, gemma a bissale aufe, Radnig zua
Laß doch dei Arbeit liegn, amol is wohl gnua…
A poar Schriatt, und glei bist im Sonnenschein,
schaug, drobn auf da Martinzen isses alleweil fein.
Die hölzane Gössringbruckn is zan Überquern,
und schon kann dir a Gschmack von Freiheit ghörn.

Glei obahalb von unsan bravn klanen Ort
Zählt was ganz andres als lei Taten und Wort
So verblüffend nah nebn unsarm Alltagslebn
So a Stückale Landschaft – wo tät’s des sunsta noch gebn?
Hätt i anderswo  gern – lei a bissale aufelaufn
Und erholt sein nach zwei-, dreimal tiaf durcheschnaufn.

Vom ehrwürdign Schütznpark in Hermagor
Führt is Wegale aufe, lei a Heckn is vor
Die untarn hundart Meta, aba‘s bleibt gnuag frei übam Rand
Dass ma guat segn kann die alte Stocksteinawand.
Woa lang a Märchenwiesn, von Waldalan beschützt
Im Wintaschnee seima mit Schi und Rodln abegflitzt

Hintam Schmalfuss obn war a ganz a vasteckta Platz
Warat was gwesn für a Treffn mit an hamlichn Schatz…
Der Traum, der hat si leida füa mi nia nit erfüllt.
Die Martinzen is heit a nimma so spannend und wild.
Gebliebn is da Blick auf die Stadt und die Bergkulissn
und oberhalb von Hermagor so a freundliche Wiesn.


Die Hermagorer Bodenalm

Gia Simetzberger, 2007

Von da Weissnsee-Seitn
kannst ganz guat einagehn.
Von Hermagor aufe
muasst a poa Strapazn bestehn.
Von da Hintaseitn hast
aba  a noch die Wahl:
a klans Straßale führt eini
ins Bodenalm-Tal.

Was tuat an friedlichn
Wandra erwartn
im Herrgottvata sein
hamlanen Alpengartn?
Zerst is glei a Bachale,
das alte Gschichtn erzählt
von ana in Waldbodn
versunkenen Glashüttn-Welt.

In die Welt aussitragn
hams das Tscherniheim-Glas!
Heit findst lei in Museen
Und bei Sammla noch was.
Das liabe Almkirchle oba
Is schmuck und is schean,
da kannst jedes Joa amol
aufa zum Almkirchtag gehn.

Im Almhaus gibt’s allweil
Gailtaler Gastlichkeit
Und umadum scheane Bliamlan,
fürs Auge a Freud.
Die Berge, der Wald
und die Weidnwiesn
bildn a herrliche Naturkulissn.

Die Nachbarschaft vomStadtale Hermagor
hat kaum mea ane Küah,
das is ja wohl klar,
kummt selba oft eina,
weil’s senen da so gfallt,
die guate Luft, die Ruah
und der schöne Wald.

A herrliches Platzl
zum Kraftaufnehmen,
drum tua i so gean
in die Alm einakemmen.
Wia das Sprüchale sagt,
das’d hinter da Almhüttn kannst lesn:
Die Alm is mia alleweil
mei zweite Heimat gewesen.

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