GAILTALNETZ – KULTURDATENBANK

Gailtaler, Gitschtaler und Lesachtaler Kunst & Kultur – Unser Kultur-Informationsservice, das Portal Gailtalnetz, wurde im Februar 2010 gegründet – seit März 2012 auch auf Facebook http://www.facebook.com/GailtalnetzKulturInformationsservice

Werner Glawischnig (Mundart)

Im Gailtol daham!

Wonn i in da Fruah durch’s Tol obe foahr,
sig i de Sun üban Berg ausa schaun,
hot ihre Kroft nit valoahrn,
mog sich nit recht üban Grat drübatraun.

Sie schickt ihre Strohln voraus auf’n See,
is wia a Spiagl eingfoßt in Gold,
zagt de Gipfl mit an bisl an Schnee,
schaut her, ols wonn se vom Grat obafollt.

Taucht dos Tol in a glänzendes Liacht,
schaut her, wie grod neu geborn,
sigst wia da Nebl auf’n Berg aufeziacht,
hot beim hamgeahn de Tautropfn valoarn

Geahst vorbei bei de Kirchlan rundumadum,
so mohnen uns olle rechtschoffn zu leben,
monch ana scheart sich nix drum,
konn a kan Friedn nit gebn.

Höar auf de Glockn, se zagn den Weg,
du gspüarst, do bist nit allan,
tritts’t auf an unsichan Steg,
konnst di nit drahn.

Geah i amol ause, i höar de Glockn nit mehr,
hob von da Weitn an Tram,
so ziagt’s mi bold wieda her,
weil daham is daham!

Autor: Werner Glawischnig
Adresse: A-9620 Hermagor, Hauptstraße 59
Tel. 04282/3750

 

Da Winta!

A kolta Wind waht übas Lond,
da Tog tuat kürza weardn,
Schnea liegt wia a weißes Bond,
auf da gfrornen Erdn.

Geahst vorbei am stilln See,
höarst kane Vöglan singen,
olles liegt tiaf untan Schnee,
sigst kane Fischlan springen.

Vom Himml follt die weiße Procht,
deckt olles mit ihrn Montl zua,
fliagn wia Sternlan durch de Nocht,
tiaf vahüllt schloft de Natua.

Autor: Werner Glawischnig
Adresse: A-9620 Hermagor, Hauptstraße 59
Tel. 04282/3750

 

Die scheane, stille Zeit

Da Tog mog nit mehr so long bleibn,
er is schon miadig wia es Joahr,
loßt mit da Sun sich außetreibn,
de Nocht druckt eina, kolt und kloar.

Glonzt da Reif im spotn Liacht,
liegt funkelnd weiß auf Wold und Feld,
schaut hear wia Sternlan, de‘s vom Himml ziacht
und untan Mond sein Schein de Nocht erhellt.

Sigst drobn am Himml, wia de Wölklan brinnen,
wia se de letztn Strohln fongen,
tuan Englan ebba bochn drinnen?
Seint mit da Sune hamwärts gongen.

Still senkt sich de Dunkelheit,
geheimnisvoll auf unsre Welt,
es scheint so still, de spote Zeit,
von der man sich so viel dazählt.

A Glockklong, a frohes Kindalochn,
sollt unsre Herzn lenkn,
dazähls uns jo so scheane Sochn,
möchte oll‘n Hoffnung Friedn schenkn.

Los still in Gedonkn auf de Zeichn,
denn bold is es soweit,
dos Kind weard uns sei Handle reichn,
in da stillen, heilgen Zeit.

Autor: Werner Glawischnig
Adresse: A-9620 Hermagor, Hauptstraße 59
Tel. 04282/3750


Werner Glawischnig im Web:

http://karntner-poeticum.webnode.at/products/werner-glawischnig/

und auf Facebook https://www.facebook.com/werner.glawischnig


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