7 Jahre GAILTALNETZ – KULTURDATENBANK

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Zobernig – Werke

Dr. Stephanie Zobernig – Gedichtebände:

 

Singe, meine Seele, 1986
Mit der Erde um die Sonne, 2008
Edelsteine, 1989
Bilder und Gedanken, 1983
Ein Blick durchs Fenster der Vergangenheit, 2008 (Handschrift)

Ein neuer Gedichtband von Frau Dr. Stephanie Zobernig ist 2012 erschienen:

„Vor Sonnenuntergang“.

Herausgeber: Helmuth K. und Silvia Haas, Kaumberg, Druckerei: Franz Danek, Hornstein. Mit Illustrationen von Emil Zobernig. Das erste Gedicht nennt sich

„Wulfenia, Kärntens seltene Blume“.

Gedichte über den Weisensee und über die Gurina sind ebenfalls in diesem wunderbaren Werk von größter Naturverbundenheit und feierlicher Besinnlichkeit enthalten. Auch Reiseimpressionen sind zahlreich zu finden. Mit 95 Jahren ein neues Buch herauszugeben, allein das ist schon bemerkenswert.

Stephanie Zobernig, Die Stille, eine Quelle der Kraft, Gedichteband, erschienen im Heyn-Verlag, Klagenfurt, 2013, ISBN 978-3-7084-0520-9

Stephanie Zobernig, Mit der Erde um die Sonne, Heyn-Verlag

Zu den Illustrationen in diesem Buch:

Herta Hofer lebt als Musik-Grafikerin in Mauthen, mit ihren Bildern drückt sie ihre eigenen Gedanken zur Lyrik von Stephanie Zobernig aus. Durch viele Ausstellungen wurde sie international bekannt.

Link zum Buchhandel: Zobernig, Stephanie

Ein Blick durchs Fenster der Vergangenheit (Buch)

Am Samstag, dem 21. November 2009 stellte der Kulturverein Mauthen im Landhaus Kellerwand das Buch „Ein Blick durchs Fenster der Vergangenheit“ vor. Anlässlich des 50-jährigen Bestandsjubiläums des Kulturvereines Mauthen schenkte Frau Dr. Stephanie Zobernig dieses handgeschriebene Werk dem Verein. Heuer hat der Kulturverein Mauthen dieses Buch nun drucken lassen, um den teils historischen, teils literarischen Einblick in die Vergangenheit unserer Region einer breiteren, interessierten Leserschaft zugänglich zu machen.

Erstmals stellte Frau Dr. Zobernig eines ihrer Bücher auch selbst im Rahmen einer Lesung vor. Das Werk, das auch optisch durch die handgeschriebenen Gedichte besticht, ist über den Kulturverein Mauthen erhältlich.

(Quelle: Website der Marktgemeinde Kötschach)

 

Sonniges Kärnten

Über Zaun und Mauer
quillt die bunte Pracht.
Aus dem duft’gen Schleier
schon der Süden lacht.

Sonne, Mond und Sterne
sä’n mit voller Hand
Strahlen goldnen Lichtes
auf das blühn’de Land.

Weit des Volkes Seele
schwingt im Liebeslied,
Wort und Weise rühren
zart an das Gemüt.

Heimat meiner Ahnen
schon seit langer Zeit,
deiner Erde Atem
gibt Geborgenheit.

Stephanie Zobernig

Edelsteine

Aus der Erde Glut geboren,
im Geklüfte tief versteckt,
träumen sie von Urweltzeiten,
bis ein Auge sie entdeckt.


Ihre Körper, streng gewachsen
nach Gesetzen der Natur,
sind erfüllt von edler Schönheit,
zeigen keines Makels Spur.

Reich an Farben, reich an Formen
scheint der Edelsteine Kranz,
leuchtet auf und strahlt lebendig
in der Lichter lautrem Glanz.

Diamanten, Amethyste,
Bergkristalle und Saphir
schmücken Kronen, Diademe,
stolzer Häupter noble Zier.

Zauberkraft der selt’nen Steine
steigert sie zu hohem Gut,
Und im Feuer der Brillanten
strahlt nochmals der Erde Glut.

Stephanie Zobernig

Wulfenia, Kärntens Blume

die Blume Wulfenia

Erkenntnis

Es gehet nichts verloren,
kein Wort und keine Tat,
ob Liebe sie geboren,
ob Hass erfüllt sie hat.


Die Zeit lässt alles wachsem
was immer man auch sät.
Der Zorn reift aus zum Fluche,
die Güte zum Gebet.

So sieht ein jeder blühen,
was er zur Saat erwählt:
Es gehet nichts verloren,
nichts aus dem Raume fällt.

Am Wasserfall

Gefesselte Kräfte der Wasser
befreien im Sturze sich kühn.
Aus gischtenden Wirbeln erschallen
archaische Urmelodien.

Akkorde, mit Wollust geschlagen,
von Kräften, entfesselt und wild,
erfüllen die feuchtkühlen Lüfte
und formen ein klingendes Bild

von einer vollendeten Schönheit,
Geschenk war’s dem lauschenden Ohr.
Musik, von unendlicher Tiefe,
geboten vom rauschenden Chor.

Weit war ich vom Sturzbach entfernet,
noch tief in der Seele erklang
der fallenden Wasser gewalt’ger
symphonischer Urweltgesang.

Wald, du stiller Tröster

Als der Seele Not mich quälte,
dass ich fast verlor den Halt,
suchte Trost ich in dem Wald,
ihn als Zuflucht ich erwählte.

In dem dunklen hohen Raume
eine tiefe Stille hing.
Neue Kräfte ich empfing
reichlich von jedwedem Baume.

Bäume lehrten mich verstehen,
dass es auch in ihrem Sein
niemals gäb‘ nur Sonnenschein,
dass auch wilde Stürme wehen.

Staunend meine Blicke lagen
auf den Riesen, Stamm an Stamm,
die ich mir als Vorbild nahm,
Lebensunbill zu ertragen.

Foto und Gedicht des Monats November 2011:

Gequälte Erde

Viele tausend Jahre
gab sie allen Brot.
Menschen, Tiere, Pflanzen
litten keine Not.

Still im Gleichgewichte
lebte die Natur,
und ihr Antlitz zeigte
keiner Krankheit Spur.

Später, als der Ungeist
der Gewinnsucht nahm
überhand im Menschen,
schweres Unheil kam

übers Reich der Erde.
Mit Gewalt erzwang
man ein Mehr an Ernte.
Der Versuch gelang.

Mit dem Nass des Himmels
Gift zur Erde rann.
Für die kleinsten Wesen
harter Kampf begann.

In der Pflanze Wiege
schläft des Todes Keim.
Die gequälte Erde
stirbt so insgeheim.

Stephanie Zobernig

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