7 Jahre GAILTALNETZ – KULTURDATENBANK

Gailtaler, Gitschtaler und Lesachtaler Kunst & Kultur – Unser Kultur-Informationsservice, das Portal Gailtalnetz, wurde im Februar 2010 gegründet – seit März 2012 auch auf Facebook http://www.facebook.com/GailtalnetzKulturInformationsservice

Manfred Schluder

Gailtal Art Symposium – Rückblick im Gailtalnetz

Manfred Schluder und das Gailtal Art Symposium

Manfred Schluder

Ausstellungen & Workshops

Ansichten einer Stadt

Weitere Lochkamera-Aufnahmen

Biografie & Werke von Manfred Schluder in der Kulturdatenbank Gailtalnetz:

bildende-kunst/kuenstlerportraits/manfred-schluder/

Manfred Schluder ist auch auf Facebook aktiv.

Video-Reportagen von Gailtal Art Symposien von Manfred Schluder, beispielsweise…

Assistenz beim Goldprojekt von Johannes Angerbauer (Social Gold) in Rattendorf – Goldschutzstein

Der Kulturverein Kunstwerkstatt Fotoclub Hermagor

Ehrung von Manfred Schluder im August 2010

Die TeilnehmerInnen des Gailtal Art Symposiums 2010 gratulieren!

Biografie

Manfred Schluder, gebürtiger Rattendorfer, machte sich in den letzten Jahren vor allem als Kulturmanager weit über unser Land hinaus einen Namen. Bekannt wurde er vor allem als Organisator des Gailtal Art Symposiums, das 2010 bereits zum achten Mal stattfand.

Unschwer ist erkennbar, wie sehr sein Herz der Fotografie gehört. Sein Fachwissen auf diesem Gebiet, die Einfühlsamkeit, die aus seinen Arbeiten erkennbar wird, und seine Vielseitigkeit sind wirklich einzigartig, seine Kamerasammlung beachtenswert. Jahrelang gab er sein Know-How in vielerlei Projekten an die heimische Jugend weiter. Aus seiner Hand stammen auch sehr ansprechende Kalender und Fotobücher.

Gia Simetzberger, im Februar 2010

Ausstellungen & Workshops

Fotoclub-Hermagor-Gründungsmitglied (1982) (neuer Name des Vereins: Fotoclub Kunstwerkstatt Hermagor)

Fotoclub-Obmann

Die Fotografie spielte in seinem Leben schon sehr früh eine Rolle. Bereits mit 18 Jahren kaufte Manfred Schluder sich mit seinem ersten Gesellenlohn (Installateur) eine Kamera (Voigtländer) auf Raten. Dieses Medium faszinierte ihn schon immer. Aber dieses Hobby zum Beruf zu machen, scheiterte an Ausbildungs- und Ausübungsmöglichkeiten im Gailtal. 1980 begann er wieder, sich aktiv mit der Fotografie zu beschäftigen. Es dauerte nicht lange, bis sich eine kleine Gruppe junger Fotografen aus dem Gailtal kennenlernte und in dieser Runde die Idee eines Fotoclubs geboren wurde. 1982 war es so weit, etwa 20 junge, aktive und begeisterte Fotografen schließen sich zusammen um an ihren Werken zu arbeiten (Ideenaustausch). Bald entstand ein Gemeinschaftsfotolabor im Gemeindehaus Rattendorf, das noch heute besteht.

Manfred Schluder zu seinen Arbeiten:

MIT DEN AUGEN

Jeder Schritt, den wir gehen, ist gepflastert mit Bildern. Sind es die überdimensionalen Plakatwände entlang der Straßen oder der Blick in einer Tageszeitung – wir werden geradezu überschwemmt mit fotografischen Arbeiten.

Und dennoch greifen immer mehr Menschen zur Kamera, um mit einem Fingerdruck eine weiteres Bild entstehen zu lassen. Fotografie ist und bleibt ein faszinierendes Medium in der Hand des Einzelnen. Wie in vielen anderen Bereichen auch verläuft die Fotografie großteils in klischeehaften Bahnen. Soll es jedoch zu einer Weiterentwicklung der Bildsprache kommen, können wir nicht umhin, uns von Klischees zu trennen.

Der Weg führt weg vom Technikfetischismus, und hin zu einer inhaltlichen vertieften Abbildung, stets in irgendeiner Weise auf der Wahrheitssuche.

Er führt weg vom rein spektakulären Motiv hin zum SCHÖNBILD.

Ansichten einer Stadt


„Lochwerk“

Die Lochkamera arbeitet nicht wie die herkömmlichen Apparate, mit denen ein Objekt anvisiert, im scheinbar richtigen Moment der Auslöser betätigt und somit ein kurzer Ausschnitt aus Raum und Zeit festgehalten wird.

Sie hat viel Zeit zur Verfügung und die Belichtung dauert oft mehrere Minuten oder gar Stunden. Die Aufnahme will daher gut durchdacht sei, denn der eine Film, die eine Belichtung kann in der Regel nicht umgehend wiederholt werden.

Die Lochkamera hat aber noch weitere Aspekte, die den Aufnahmeprozeß zu einem besonderen Ereignis machen. Während bei der konventionellen Kamera der Apparat zwischen dem Auge des Fotografen und dem Objekt der Betrachtung einer Art Barriere bildet, die nur schwer überwunden werden kann, wird die Fotografie mit der Lochkamera zu einem kontemplativen, meditativen Erlebnis. Bei der andauernden Belichtung bleibt viel Zeit, das aufzunehmende Objekt zu betrachten und so zu einer Art Zwiesprache mit diesem und dem entstehenden Bild zu gelangen.

Die scheinbar einfache Bauart der Kamera, die im Grundprinzip nur aus einem lichtdichten Hohlraum mit einem kleinen Loch besteht, verhindert das Dazwischentreten von technischen Komponenten. Die Lichtstrahlen gelangen direkt durch das Loch auf den Film, werden geradezu hineingesogen in die dunkle Kammer.

So ist die Fotografie mit der Lochkamera zwar als eine Art Urform der Fotografie zu bezeichnen, sie hat aber über diesen Rückbezug auf ursprügliche Verfahren der Bilderzeugung hinaus weitreichendere Elemente, die sie in einer hochaktuellen Weise zu einem passenden Instrument machen, sich mit unserer Welt und der bildlichen Vorstellung von ihr auseinanderzusetzen.

Die Gleichbehandlung aller abgebildeten Teile, die leichte Unschärfe, die starke Verzeichnung und nicht zuletzt der Zufall bei der Festlegung des Ausschnittes erzeugen ungewohnte Bilder, die nicht mehr die Authentizität fotografischer Abbildungen belegen wollen, sondern Fragen zur menschlichen Wahrnehmung  aufwerfen und unser gebrochenes Verhältnis zur Welt thematisieren.

(Schluder Manfred,  Obmann Fotoclub Hermagor)

Lochkamera und Kunst

Die Bilder einer Lochkamera sind unschärfer als Bilder, die durch ein Objektiv belichtet werden, dafür bilden sie Vorder- und Hintergrund gleichmäßig scharf ab. Die impressionistische Malerei, die sich zwischen 1880 und 1900 entwickelte, nutzte exakt die gleichen Stilmerkmale: weiche gleichmäßige (UN-) Schärfe von vorn bis hinten. So galt die Lichtbildnerei mit der Lochkamera um die Jahrhundertwende als die „malerische“, stimmungsvolle Art zu fotografieren. Das änderte sich erst sich ab etwa 1920, als der Realismus in der Fotografie Einzug hielt. Fortan konnten Bilder gar nicht scharf und detailreich genug sein, und für lange 50 Jahre wurde es still um die schwarzen Kisten. Seitdem jeder Laie aber mit einer Automatikkamera brauchbare Fotos macht, zieht es viele Künstler wieder zurück zu den Wurzeln. Aus einer Handvoll Enthusiasten entwickelte sich eine neue fotografische Schule. Lochkameras hielten Einzug in die Werbefotografie, und ein Ende dieser Bewegungen ist noch lange nicht in Sicht. Das Motto ist einfacher: Lieber ein ausdrucksstarkes Unikat, als ein weiterer Beitrag zur großen Bilderflut.

Weitere Lochkamera-Aufnahmen


Aktuelle biografische Ergänzung vom 22. August 2010

22 08 2010 (gs)

MANFRED SCHLUDER

Biografie & Werke von Manfred Schluder in der Kulturdatenbank Gailtalnetz:

https://gailtalnetz.wordpress.com/bildende-kunst/kuenstlerportraits/manfred-schluder/

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