7 Jahre GAILTALNETZ – KULTURDATENBANK

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Cornelius Kolig

Auf Betreiben der Hermagorer Künstlerin Inge Lasser, die uns diese Biografie ihres Kollegen Cornelius Kolig übermittelte, dokumentieren wir diese Informationen, wobei aber noch das definitive OK des Künstlers einzuholen ist. Wie in anderen ähnlich gelagerten Fällen, handelt es sich um bereits an anderer Stelle öffentlich bekannt gegebene Inhalte, die Internet-User über Suchmaschinen beziehen können. Dennoch halten wir prinzipiell Rücksprache und daher erfolgt auch diese Eintragung zunächst unter Vorbehalt, wir respektieren selbstverständlich die Copyright-Hinweise der Abbildungen (gs).

Cornelius Kolig

Cornelius Kolig (* 7. September 1942 in Vorderberg, Gemeinde Sankt Stefan im Gailtal, Kärnten) ist ein österreichischer Maler, Bildhauer, Installations- und Objektkünstler. Er ist der Enkel des Malers Anton Kolig.

Kolig studierte von 1960 bis 1965 an der Akademie der bildenden Künste Wien bei J. Dobrowsky und Max Weiler. Er arbeitet bevorzugt mit Kunststoffen wie Plexiglas und Polyester und experimentiert auch mit Röntgenbildaufnahmen.

Ab 1980 errichtete Kolig das „Paradies“ in Vorderberg, ein Gesamtkunstwerk auf einem rund 6000 Quadratmeter großem Areal. Bei einem Hochwasser 2003 wurden das Paradies und viele seiner weiteren Werke zerstört.

1996 gestaltete er für das Kärntner Landesarchiv die Installation „Unvergessen“.

Seine Neugestaltung des Kolig-Saals im Kärntner Landhaus führte 1998 zu heftigen kulturpolitischen Kontroversen.

2006 erhielt er den Großen Kulturpreis des Landes Kärnten, der ihm durch Landeshauptmann Jörg Haider überreicht werden sollte. Haider hatte 1998 Kolig als Fäkalkünstler bezeichnet. Zur Überreichung des Kulturpreises war Kolig provokant mit Greifzangen gekommen und verwendete diese auch, um bei der Übergabe des Preises nicht mit Haider in Berührung kommen zu müssen.

CORNELIUS KOLIG. Das Paradies
15.05. – 11.10.09, Großer Saal und Rotunde

Kuratoren: Cornelius Kolig gemeinsam mit Herbert Gras
Ausstellungsorganisation: Isabella Kossina, Andreas Hoffer

Erstmals zeigt das Essl Museum in Österreich eine große Einzelausstellung von Cornelius Kolig mit selten gezeigten Arbeiten aus seinem „Paradies“. Der Objektmacher, Maler und Bildhauer Cornelius Kolig vollzieht die Auflösung der Trennung von Kunst und Leben auf eine äußerst radikale Art und Weise.

1979 beginnt er auf einem Grundstück in Vorderberg (Gailtal) in Kärnten mit dem Bau seines eigenen Paradieses. Es ist ein Garten- und Gebäudekomplex, der ganz im Interesse der Wirkung der Objekte angelegt ist und ein über fünf Jahrzehnte geschaffenes Lebens- und Gesamtkunstwerk versammelt.

In einem never-ending-process entstand eine Anlage, die die umgebende Natur in die Gestaltung und Nutzung miteinbezieht. Kolig ist nicht nur sein eigener Architekt, sondern ist gleichzeitig Maler, Zeichner und Komponist.

CORNELIUS KOLIG
Das Paradies, 1979–2009
Luftbildaufnahme
© Cornelius Kolig
CORNELIUS KOLIG
Das Paradies – Sixtina, 1979–2009
Innenansicht
© Cornelius Kolig

Cornelius Kolig kreist in seiner Kunst um den menschlichen Körper und thematisiert auf vielfältigste Art und Weise Tabus und Obsessionen der Gesellschaft, die er unterläuft, hinterfragt und immer wieder bricht.

In der Öffentlichkeit hat Kolig mit seinen Arbeiten kontroversielle Reaktionen ausgelöst – oft als Fäkalkünstler diskreditiert, rüttelt sein Werk an gesellschaftlichen Wertvorstellungen.

CORNELIUS KOLIG
Hochzeitskleid, 2001
© Cornelius Kolig
CORNELIUS KOLIG
Spende Blut, 1993/2008
© Cornelius Kolig

Oberstes wird nach unten gekehrt, Vulgäres in den Kunstrang erhoben. Er führt uns das Alltägliche in seiner ganzen Blöße vor und zeigt nicht mehr als die Realität selbst, z.B. Kot, Urin und andere Ausscheidungsstoffe, von denen unsere Gesellschaft nur hinter vorgehaltener Hand spricht und damit das Urmenschlichste in sein Gegenteil verkehrt.

Kolig führt diese Tatsache ad absurdum und zeigt in der Verwendung auch dieser Materialien die ganze Bandbreite des Menschlichen. Äußerste Sinnlichkeit und ein teils rational-wissenschaftlicher Zugang bestimmen sein Werk. Aus dem „Paradies“ bringt er nun eine Auswahl seiner großen Metallobjekte, Videos und Fotografien ins Essl Museum.

CORNELIUS KOLIG
Schwarze Mamillenkommunion, 1977/2008
© Cornelius Kolig
PORTRÄT
Cornelius Kolig mit Hund und Katze, Villach 1983
Foto: © Michael Leischner

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