7 Jahre GAILTALNETZ – KULTURDATENBANK

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Galerie Stabulum

im Lesachtal

http://www.kleinezeitung.at/kaernten/hermagor/3341029/prinzip-hoffnung-galerie-stabulum.story

auf YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=nFliaUxW1ts

Text-Zitat:

Zuletzt aktualisiert: 24.06.2013 um 13:46 Uhr

„Prinzip Hoffnung“ in der Galerie Stabulum

Ein uriges Stallgebäude, die Lesachtaler Galerie „Stabulum“, wird zum Präsentationsort von zeitgenössischer Malerei, Grafik und Skulptur. Neben dem sehr bekannten Druckgrafiker Herwig Zens erarbeiten Claudia Mang und Claudia Unterluggauer diesen Raum rund ums Thema „hoffen“.

Foto © KK/Wolfgang Wurzer

Der Ausstellungstitel findet seinen Ausgangspunkt im gewaltigen philosophischen Werk „Das Prinzip Hoffnung“ von Ernst Bloch. Immer wieder hört man sein Zitat: „Es kommt darauf an, das Hoffen zu lernen.“ In diesem Projekt wird Kunst als ein Ausdruck der Hoffnung betrachtet und es wird in drei bildnerische Welten zum Thema eingetaucht.

Das druckgrafische Werk „Palermozyklen“ von Herwig Zens inspiziert eine alte und zur Vollendung gekommene Mumifizierungstradition in Europa. Es geht dabei um die wohl größte Hoffnung des Menschen, um die Überwindung des Todes. Wie Wissenschaftler in Palermo diese Tradition untersuchen, so tut es Zens mithilfe der Radierung und des Porträts. In Kombination mit Auszügen aus seinem „Radierten Tagebuch“ wird dem Publikum darüber hinaus Einblick in das tägliche Erleben des Künstlers gewährt.

Zur Galerie „Stabulum“

In diesem urigen Stallgebäude wurde durch die Kulturinitiative Lesachtal ein Ort für Bildende Kunst geschaffen. Großer Wert wird in „Prinzip Hoffnung“ auch auf Kunstvermittlung der Jungen gelegt. In einem Sonderprojekt mit der 1. NMS des Bildungs-Zentrums Lesachtal findet erweiterter Kunstunterricht statt.

In der Arbeit „Die Gänsemagd“ von Claudia Unterluggauer geht es ebenfalls um Recherche des Inneren und die Suche nach dem Glück. In dem gleichnamigen Märchen verweist der Pferdekopf Falada die jetzige Magd, doch geborene Prinzessin, immer wieder auf ihre Herkunft. In gleicher Weise wird die Künstlerin täglich beim Betreten und Verlassen der eigenen Wohnung an ihr eigentliches Selbst erinnert. Ein gestalteter Wohnungseingang in fotografierter Dokumentation wird mit Zeichnungen von „Lösungstropfen“ kombiniert.

Claudia Mang bearbeitet das Thema in ihren Skulpturen „wortlos“. Nach der Philosophin und Psychoanalytikerin Luce Irigaray: „un autre mode de sentir“, bedeutet dass sich unter der Schwelle des sprachgebundenen Denkens ein anderes, sinnliches Erkennen des Körperkosmos vollzieht. Es ist die Suche nach den sprachlosen Körpergefühlen, in denen sich unser eigentliches Empfinden zeigt. Zusätzlich schweben in großer Leichtigkeit frohe „Tanzzeichnungen“ durch den Raum.

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