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Wolfgang Waldner

Porträt in der Kleinen Zeitung:

http://www.kleinezeitung.at:80/nachrichten/kultur/1453654/index.do;jsessionid=3791E2D23E869576DB0D09F16FBFDEC0.p1

hier auszugsweise zitiert:

Wolfgang Waldner managt das Museumsquartier in Wien

Zehn permanente Kultureinrichtungen (darunter das Leopold Museum, MUMOK, Kunsthalle und Kindermuseum), sowie 50 Kulturvereine, die sich temporär auf den rund 8000 Quadratmetern im so genannten „quartier 21“ angesiedelt haben. Möblierte Innenhöfe, in denen die Wiener Jugend abhängt, Cafes, Restaurants und und und. Die Frage, ob da nicht mitunter Dompteur-Qualitäten gefragt sind, verneint Wolfgang Waldner dennoch. Seit neun Jahren ist der Gailtaler bereits Direktor des Museumsquartiers. Eingesetzt wurde er damals, im August 1999, von den beiden Eigentümern. 

Starke Position. Das MQ gehört zu 75 Prozent dem Bund, zu 25 Prozent der Gemeinde Wien und steht auf Bundesgrund. „Von der Struktur her habe ich eine starke Position“, erklärt er. Sein Auftrag: Das Museumsquartier als Kunst-, Schaffens- und Lebensraum zu etablieren, und so zu führen, dass für die Eigentümer möglichst wenig Zuschussbedarf anfällt. „Als der Bau abgeschlossen war, haben wir ein Jahr nach der Eröffnung in den Außenräumen zunächst keine Veranstaltungen gemacht“, erinnert Waldner an die Anfänge. Erst „auf Wunsch der Besucher“ habe man begonnen, die Höfe zu nutzen und zu möblieren. „Mittlerweile stimmen die Besucher im Internet darüber ab, welche Farbe die Enzis nächstes Jahr haben sollen und es gibt sie auch zu kaufen.“ Enzis heißen die Stadtmöbel übrigens nach der MQ-Marketingleiterin Daniela Enzi. 

„Kritiker verstummt“. Zu den anfänglichen Berührungsängsten der Museumsdirektoren mit den breitenwirksamen Maßnahmen sagt Waldner heute: „Es scheint zu funktionieren, die Kritiker sind großteils verstummt. Wir wollten mit Zusatzangeboten zur Kunst locken. Lieber wäre es mir gewesen, wenn die ersten paar Jahre weniger turbulent verlaufen wären. Aber ich musste einen Auftrag erfüllen. Vielleicht wäre ich heute in einigen Dingen noch diplomatischer. Damals musste ich aber Lösungen liefern, die von manchen torpediert wurden.“ Das Konzept ist aufgegangen: Pro Jahr finden 3,5 Millionen Menschen ins Museumsquartier (inklusive Cafés, Restaurants, Buchhandlung), obwohl sich Waldner vom Leseturm als markantes Zeichen nach außen hat verabschieden müssen. 1,3 Millionen davon frequentieren die in der Anlage untergebrachten Institutionen. Täglich 11.500 Besucher verrät die Statistik. Derzeit könnte man sich glatt einen „Kulturschock“ holen – so eine aktuelle Marketing-Aktion des MQ. 

Diplomat & Fremdenführer. Wolfgang Waldner kann zufrieden sein. Die Eigentümer auch, schließlich haben sie seinen Vertrag bereits zweimal verlängert. Er gilt als ÖVP-nahe, nennt Thomas Klestil und Alois Mock als seine „wichtigsten Chefs“. Seit er neben dem Studium als Fremdenführer nomadisierte, war klar, dass er auch beruflich unbedingt etwas mit dem „Ausland“ zu tun haben wollte. Unter Vermeidung der Diplomatenakademie (post-graduate Studien in Bologna und Grenoble) schaffte er es ins Außenamt, ließ sich in die Kulturabteilung versetzen, was Anfang der 1980er-Jahre nicht als karrierefördernd galt und machte trotzdem Karriere: „In meinem Jahrgang war ich als erster im Ausland, als Kulturattachee in Washington beim damals dynamischsten Botschafter“, wie er Thomas Klestil nennt. 

„Mobiles Büro“.Zurück in Wien zog Waldner mit Außenminister Alois Mock „als mobiles Büro quer durch die Weltgeschichte. Da habe ich wahnsinnig viel gelernt“. Mit 32 Jahren war er Leiter des Kulturinstituts in New York und sein eigener Chef. Bis heute. In Nuancen könnte sich das für den im Spagat zwischen Bund, Gemeinde, Kulturinstitutionen und Mietern geübten Kulturmanager, der davon überzeugt ist, seinen Job „ganz gut zu machen“, ändern. In spätestens sechs Jahren rechnet er mit einer Rückkehr ins Außenministerium. Vielleicht auf einen Botschafter-Posten.

Zur Person

Wolfgang Waldner (53), ist der Sohn eines Gailtaler Gendarmen. Die jüngste seiner drei Schwestern ist ORF-Journalistin Gabi Waldner.

Karriere

Studium (Jus, Romanistik in Wien), als Beamter des Außeninisteriums von Thomas Klestil und Alois Mock gefördert. Elf Jahre Leiter des österreichischen Kulturinstituts in New York, seit 1999 Chef des Wiener Museumsquartiers.

Link

•                Museumsquartier

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