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Hermine Wiegele

Bäckerei Wiegele und Museum des Nötscher Kreises, Nötsch

http://www.kleinezeitung.at/k/kaernten/kaerntnerdestages/4963515/Kaerntnerin-des-Tages_Kunst-ist-Hermine-Wiegeles-taeglich-Brot

Artikel in der Kleinen Zeitung vom 9.4.2016

Kärntnerin des Tages

Kunst ist Hermine Wiegeles täglich Brot

Für die 76-jährige Hermine Wiegele ist die Backstube ein Lebens-(t)raum. Auch die Kunst spielt in ihrem Leben eine zentrale Rolle. Am Sonntag wird sie Ehrenbürgerin von Nötsch.

Im Rampenlicht zu stehen, ist so gar nicht ihre Sache. Deshalb ist die morgige Verleihung der Ehrenbürgerschaft durch die Gemeinde Nötsch „mehr eine Belastung. Ehrungen haben immer den Beigeschmack von Eitelkeit und das war nie meins“, sagte Hermine Wiegele, Herz und Seele der gleichnamigen Bäckerei in Nötsch.
Die fünffache Mutter ist ein Energie- und Kraftbündel.

„Wenn ich etwas will, dann ziehe ich es auch durch und bin hartnäckig“, sagt sie. „Ich habe so viele Ideen, ich könnte jeden Tag etwas Neues machen.“ Eine ihrer Ideen ist das Polentafest in Nötsch, das sie vor 24 Jahren initiiert hat. „Mein Ziel war es, ein Bewusstsein für die Produkte aus der Region schaffen“, sagt Wiegele. „Man muss die Qualität unserer Nahrungsmittel wertschätzen.“

Das will sie auch den jungen Menschen vermitteln, indem sie unermüdlich Kinder zu Backkursen einlädt: „Das Strahlen in den Gesichtern der Kinder, wenn ich mit ihnen arbeite, ist für mich eine Kraftquelle.“ Urlaub benötige sie keinen. „Mein Leben ist nicht getrennt in Arbeit und Freizeit, sondern es ist alles eins.“

Kunst als zentrale Rolle

Neben der Arbeit in der Bäckerei – fünf Tage die Woche steht sie ab zwei Uhr früh in der Backstube – spielt die Kunst in ihrem Leben eine zentrale Rolle. „Ein Grundsatz unseres Hauses ist es, den Künstlern des Nötscher Kreises den Raum zu geben, der ihnen gebührt. Man hat kein Recht, die Kunst zu versperren. Sie ist ein Geschenk an alle Menschen, die sich daran erfreuen, denn sie ist die Nahrung für die Seele“, sagt Wiegele. Zudem bietet sie im Museumsstüberl, dem Raum, in dem 1887 Franz Wiegele geboren wurde, zeitgenössischen Künstlern die Möglichkeit, ihre Werke auszustellen. Dafür wurde sie 2011 auch mit dem Maecenas-Preis ausgezeichnet.

HintergrundAusstellung: „Positionen: Arnold Clementschitsch und der Nötscher Kreis“. Museum des Nötscher Kreises. Eröffnung: Sonntag, 11 Uhr; anschließend Verleihung der Ehrenbürgerschaft.

 

Das größte Kunstwerk sei für sie aber die Natur. „Die Erde ist mein Heiligtum“, sagt sie. „Bei jedem Spaziergang entdecke ich die unglaublichsten Wunderwerke.“ Wütend und traurig zugleich mache sie daher die Art und Weise wie man heute mit dieser Natur umgeht. „Egal, wohin ich komme, ich vermisse die alten Felder, die überall den grauenhaften Einkaufszentren weichen mussten. Das lässt mir manchmal kaum Luft zum Atmen.“

HARALD SCHWINGERhttp://staticxx.facebook.com/connect/xd_arbiter.php?version=42#channel=f164e9441d5a3c&origin=http%3A%2F%2Fwww.kleinezeitung.athttps://staticxx.facebook.com/connect/xd_arbiter.php?version=42#channel=f164e9441d5a3c&origin=http%3A%2F%2Fwww.kleinezeitung.at

 

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