GAILTALNETZ – KULTURDATENBANK

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Tscherniheim

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Tscherniheim ist eine ehemalige Glashütte auf dem Gebiet der Hermagorer Bodenalm, unweit vom Weißensee. Wanderer können diese historische Stätte zu Fuß von Hermagor über Radnig und die Radniger Alm erreichen. Zufahrten gibt es vom Weißensee (jedoch nur von Berechtigte) sowie aus dem Drautal über Stockenboi und Kreuzen und vom Unteren Gailtal über die Windische Höhe.

> Die Hermagorer Bodenalm (Gailtalnetz-Seite)

Quellen:

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Tscherniheim

https://www.tiscover.com/at/guide/5,de/objectId,SIG2893at/intern.html

https://www.alpenvereinaktiv.com/de/tour/weissensee-bis-zur-hermagorer-bodenalm-und-tscherniheim/11057852/

https://www.sunny.at/e/waldglas-naturpark-weissensee

http://www.alpintouren.com/de/touren/mountainbike/tourbeschreibung/tourdaten_21692.html

https://commons.m.wikimedia.org/wiki/File:Tscherniheim_Waldglas_Werkzeuge_2012_f.JPG


Helmut Prasch 1971

Waldglas aus Oberkärnten 1621-1879 – Glashütte Tscherniheim, 1971

https://books.google.hu/books/about/Waldglas_aus_Oberkärnten.html?id=K2dsHQAACAAJ&redir_esc=y

Auszüge aus dem vermutlich vergriffenen Buch, das vom Volkskundemuseum Spittal herausgegeben wurde:

https://www.pressglas-korrespondenz.de/aktuelles/pdf/pk-2008-4w-prasch-tscherniheim-kaernten.pdf

In ihrem Buch „Verfallen & Vergessen“ zeigen Georg Lux und Helmuth Weichselbraun einige Ruinen in Kärnten und anderen Teilen der Alpen-Adria-Region, darunter auch Tscherniheim. Die Informationen über Tscherniheim entstammen weitgehend dem äteren Buch „Waldglas aus Oberkärnten“ von Helmut Prasch.

https://thegap.at/ruin-porn-orte-alpen-adria-region/


https://gailtalnetz.wordpress.com/besonderheiten/bucher-uber-die-region/

Festschrift „Die Hermagorer Bodenalm – Zum 90jährigen Bestehen der Agrargemeinschaft Nachbarschaft Hermagor 1927 – 2017 ist Anfang 2017 erschienen.


Die Hermagorer Bodenalm

https://www.bergwelten.com/h/hermagorer-bodenalm

http://www.hermagorer-bodenalm.at/


In diesem Zusammenhang ebenfalls lesenwert, mit schönen farbigen Abbildungen:

„Glashütten in der Steiermark“ https://www.pressglas-korrespondenz.de/aktuelles/pdf/pk-2009-3w-bernhard-steirisches-glas-2009.pdf


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Ich denk’ an Tscherniheim…

(ein einfaches Gedicht von Gia Simetzberger, inspiriert von einigen Aufenthalten in der Bodenalm im April und Mai 2019)

Tscherniheim, versunk’ner Ort in der Bodenalmidylle!

Immer wieder bin ich dort und genieß‘ die Stille…

Wo einst geschäftiger Betrieb mit Glaserzeugung blühte,

nur ein schmuckes Kirchlein blieb dank frommer Menschen Güte.

Von der Siedlung ist nichts ganz. Nur mehr Mauern, Schlacke, Stein.

Unter Wurzeln schillernd Glanz, Splitter alten Glases, fein…

Längs sind Tafeln aufgestellt, und Wand‘rer zieh‘n vorbei.

Versunk’ne Stätten, geschildert kostenfrei!

Erholung ist heute mehr beliebt als Glas und andere Werte.

Orte, wo es Ruhe gibt, lindern des Lebens Härte…

Ein munt’res Bächlein sprudelt hell, belebt mit seinem Rauschen.

Von alten Zeiten spricht der Quell, wenn wir geduldig lauschen.

Damals unter Lärm und Rauch kunstvolles Glas entstand

ganz nach strengem Handwerksbrauch – und zu reichen Tischen fand.

Arbeit hart in Einsamkeit. Gesteine bot der Golz.

Hoffnung, Liebe, Freud‘ und Leid. Wald verschwand für Holz.

Wie so oft hing alles ab vom schnöden Engpass Geld.

Durch Mangel brach das End‘ herein der abgeschied‘nen Welt.

Heute geben manche Funde, rare Stücke in Museen

vom einst‘gen guten Schaffen Kunde – vom Werden und Vergeh‘n.

Edles Waldglas, hier entstanden, birgt das Museum in Spittal.

Und auch Geräte, die sie fanden. – Kühe mähen das Areal…

Im Fuhrwerk kam die heikle Fracht hinaus nach Stockenboi.

Kraxenträger gingen sacht übern Berg mit Ware neu.

Abends raunt es in den Bäumen, wenn die Sonne untergeht.

Rundum starke Berge säumen, und ein Hauch Vergessen weht.

Tscherniheim! Wo sind die Herren? Die Meister und Gesellen?

Knechte, Frauen, Kinder, Lehrer? Ach, könnten sie erzählen!

G’rade ein versunkener Ort lässt uns so herrlich träumen.

Ein milder Zauber lockt uns fort zu längst vergang’nen Räumen.

Das Almgebiet besitzen heute, sorgend für des Waldes Pflege

emsige Hermagorer Leute, stolz auch auf die Wanderwege.

Um ihr Almgebiet zu sehen, müssen sie aus ihrem „Reich“,

denn sie fahren oder gehen in einen and’ren Bezirksbereich,

zu ihrer heimeligen Bergidylle im Naturpark Weißensee!

Von Hermagor geh’n nicht grad viele zu Fuß von Radnig in die Höh‘.

Doch wenn hier droben Kirchtag ist, kommen Leut‘ von weit und breit,

umringen die, die vorne beten, in Wanderg‘wand und Trachtenkleid.

Das Kirchenglöckchen froh erklingt. Sie singen und sie plauschen,

von Almküh’n ist die Schar umringt, die auch der Andacht lauschen.

Im Almgasthof kehrt all’s Volk dann ein auf Käs‘ und ein gutes Mahl.

Seht’s in der Tür den Schlackenstein der Öfen von dazumal?

Ich grüße dich, mein Tscherniheim, und deine wackeren Leute!

Viel blieb für alle Zeit geheim. Ganz anders war‘s als heute…

Wenn die Fichtenwipfel wehen und die Frühlingsboten blüh‘n,

möchte ich dich wiedersehen – und meinen Weg am Bächlein zieh‘n!

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Eine der vielen Schautafeln, die den Weg entlang über die Glaskunst in Tscherniheim informieren:

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