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Der Mühlbach in Hermagor – Kultur- und Naturjuwel

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Fotos: Helene Gertraud Pilz, Hermagor

>> Aktion „Rettet den Mühlbach in Hermagor!“>> https://gailtalnetz.wordpress.com/aktuelles/rettet-den-hermagorer-muehlbach/

Der Mühlbach in Hermagor hat einige Besonderheiten aufzuweisen.

Er führt klares Gebirgswasser, strotzt vor Kraft, verläuft malerisch durch einen Graben und an einem Park vorbei, passiert die romantische Stocksteinerwand, den ältesten Stadtteil von Hermagor, und wird beim Haus Wurian unterirdisch bis zur Konditorei Semmelrock weitergeleitet und wird von dort unterirdisch in die Gössering abgeleitet. Er hat nach Angaben eines Anwohners seit vierhundert Jahren zum Betreiben von Mühlen und anderen Betrieben gedient, die die Wasserkraft nutzten. Schließlich wurde ein privates, sehenswertes kleines E-Werk errichtet, das als Schaukraftwerk ideal wäre, allein schon wegen seiner sehenswerten historischen Turbine. Dieses E-Werk wurde jedoch vor einigen Jahren stillgelegt, da die Gemeinde zu hohe Auflagen erteilte.

Der Bach hat vielen Menschen durch sein Murmeln und Rauschen Labsal geboten und wurde als Idylle von vielen TouristInnen aus aller Welt gerühmt, die sich staunend an seiner Klarheit, den wunderschönen Reflexionen und den munteren Wirbelspielen ergötzten und allerlei Getier beobachteten, vor allem sich freuten, wenn sie die Forellen entdeckten. Er inspirierte FotografInnen, FilmemacherInnen, PoetInnen und ErzählerInnen.

Noch weit mehr Nutzen bot der treue Bach, noch weit mehr Begebenheiten ranken um dieses Gewässer. Er war arten- und fischreich und schlichtweg ein perfektes natürliches Biotop. Einiges ansonsten verlorengehende Wissen hat die Autorin Helene Gertraud Pilz in ihrer Broschüre „Unser Mühlbach in Hermagor“ zusammengefasst: http://helenepilz.wordpress.com –  mehr darüber nachzufragen bei der Autorin.

Gia Simetzberger drehte einen kurzen Film mit Special Effects über das Bächlein, „Magic Mühlbach“ – abrufbar auf YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=X_NO4nK-bkI – In diesem kurzen Video sieht man den Mühlbach in seiner Urkraft!

Kindheitserinnerungen fasste sie ebenfalls zusammen: „Mühlbachskizzen“ https://reflexionen.wordpress.com/erzahlungen/erdachtes/erlebtes/muehlbach-stocksteinerwand/ – Weitere Bilder und Filmmaterial warten noch auf Verwertung.

Leider muss man zur Zeit sagen, der Mühlbach WAR voller Kraft. Denn es ist etwas geschehen. Ein Privatbesitzer hat nun Verfügungsgewalt über das Wasserwehr und drosselt aus Eigeninteresse an der Wasserkraftnutzung an der Gössering die Wasserzufuhr so erheblich, dass nur noch ein armseliges Rinnsal bleibt, wo Jahrhunderte ein stolzer, vor Vitalität strotzender Bach verlief. (Anmerkung. nahc neuere Information ist die Verfügungsgewalt immer noch bei der Stadtgemeinde Hermagor-Presseggersee!)

Aufgrund dieses erschütternden Zustands hat sich die Künstlerin Gia Simetzberger, geborene Lygia Pilz, die viele Jahre am Mühlbach gewohnt hat und als Kind am Bach viele glückliche Stunden verbracht hat, nun ein siebenminütiges doukmenatirsches Stimmungsbild auf YouTube hochgeladen – „Tragic Mühlbach“. In der Hoffnung auf weitere Verbreitung und zur Unterstützung der  Initiativen zur Wiederbelebung des Mühlbachs: https://www.youtube.com/watch?v=C4YrlIBELDk

Einige Bürger wurden initiativ, um dieser tristen Situation entgegenzuwirken. Interesse und Unterstützung seitens weiterer Freunde des Mühlbachs – sei es in der Region, sei es in aller Welt – ist sehr erwünscht.

Wir befürworten eine Rettung des Mühlbachs und seine Rückführung in den ursprünglichen Zustand und seine dauerhafte Erhaltung und seinen Schutz.

Kontaktaufnahme bitte via Gailtalnetz – https://gailtalnetz.wordpress.com/kontaktimpressum/ bzw. an Lygia Simetzberg Tel. 0664 5671784

Zur Zeit geht es um einen entsprechenden Appell an die Stadtgemeinde Hermagor…

Wir werden weiter berichten.

Auch die folgenden Aufnahmen wurden dankenswerterweise von Helene Gertraud Pilz zur Verfügung gestellt und entstammen ihrem Erzählband: „Unser Mühlbach in Hermagor“

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Am 25. März 2016 veröffentlichte Gia Simetzberger ihren Kurzfiln „Tragic Mühlbach“ auf YouTube:

Der TItel ist eine Anlehnung an das Kurzvideo „Magic Mühlbach“aus dem Jahr 2007:

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